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Milestones

21 Tage Nüchternheit!

Trifoil Trailblazer
4 Min. Lesezeit

Hallo Leute! Drei Wochen abgehakt, 21 Tage Nüchternheit! Ab jetzt melde ich mich erst wieder bei der 30-Tage-Marke.

Drei Wochen fühlen sich bedeutsamer an als zwei Wochen es getan haben. Die ersten paar Wochen waren reines Überleben: Verlangen aussitzen, irgendwie bis ins Bett kommen, ohne zu trinken. Aber mit 21 Tagen hat sich etwas verschoben. Der tägliche Kampf ist noch da, aber er wirkt nicht mehr so allumfassend. Ich fange an, Muster zu erkennen, statt nur auf sie zu reagieren.

Müdigkeit als Auslöser

Ich habe herausgefunden, dass Erschöpfung meine Achillesferse ist. Wenn ich völlig ausgelaugt bin, trifft mich das Verlangen nach einem Bier wie eine Welle. Mein Gehirn schaltet auf Autopilot und sucht nach dem vertrauten Fluchtweg.

Interessanterweise sind es nicht emotionaler Stress oder sozialer Druck, die mich erwischen. Es ist pure körperliche Erschöpfung. Nach einem langen Tag, wenn meine Willenskraft aufgebraucht ist und ich auf Reserve fahre, flüstert eine Stimme: "nur ein Bier, das hast du dir verdient." Ich erkenne dieses Muster inzwischen klar, und ehrlich gesagt nimmt ihm das schon einen Teil seiner Kraft.

Mein bisheriger Umgang damit: Wenn ich merke, dass diese Art von Erschöpfung heraufzieht, versuche ich, etwas Ordentliches zu essen und mich so schnell wie möglich hinzulegen. Das klingt simpel, aber es funktioniert. Mich aus der Situation zu entfernen, bevor das Verlangen sich aufschaukelt, hat sich bewährt. Ein voller Magen und die Couch scheinen das Ganze kurzzuschließen.

Stresslevel und Training

Hier kommt etwas Unerwartetes. Meine Smartwatch sagt mir ständig, dass mein Stresslevel jetzt höher ist als damals beim Trinken. Das hat mich zunächst ein bisschen beunruhigt. Sollte Nüchternheit nicht den Stress senken?

Aber hier ist die Sache: Ich habe mein Training seit dem Aufhören deutlich intensiviert. Ich gehe öfter ins Gym, laufe mehr, fordere meinen Körper auf eine Art, die nicht möglich war, als ich drei Morgen die Woche mit einem Kater aufwachte. Vielleicht ist das einfach physiologischer Stress durch die erhöhte körperliche Belastung, kein psychologischer Stress durch die Nüchternheit.

Faszinierend, wie dieselbe Kennzahl je nach Kontext völlig unterschiedliche Geschichten erzählen kann. Mein Körper steht unter mehr Stress, ja, aber es ist die gute Sorte. Die Art, die Muskeln und Ausdauer aufbaut, statt die Leber zu ruinieren.

Schlaf nach drei Wochen

Eine Sache, vor der mich niemand gewarnt hat: Der Schlaf dreht durch, so ungefähr bei der Drei-Wochen-Marke. Die ersten zwei Wochen habe ich entweder wie ein Stein geschlafen (pure Erschöpfung) oder kaum ein Auge zugetan. Jetzt pendelt es sich auf etwas Normaleres ein, aber ich habe unglaublich lebhafte Träume. Richtig episch, wie ganze Spielfilme.

Das soll anscheinend normal sein. Das Gehirn bekommt endlich wieder richtigen REM-Schlaf, nachdem er so lange durch Alkohol unterdrückt wurde, und holt jetzt alles nach. Es ist verwirrend, aber irgendwie auch faszinierend. In drei Wochen Nüchternheit träume ich mehr als im ganzen letzten Jahr beim Trinken.

Was sich wirklich verändert hat

Wenn ich auf diese 21 Tage zurückblicke, fällt mir folgendes auf:

  • Morgendliche Klarheit: Ich wache auf, und mein Kopf ist einfach... klar. Kein Nebel, kein Zusammensetzen des Vorabends, keine Angst.
  • Appetit ist zurück: Echter Hunger, nicht die alkoholbedingten Heißhungerattacken. Ich habe tatsächlich Lust auf gesundes Essen.
  • Emotionale Bandbreite: Ich fühle Dinge intensiver, sowohl die guten als auch die schlechten. Daran muss man sich erst gewöhnen.
  • Zeit: Ich habe so viel mehr davon. Abende sind plötzlich drei Stunden länger, wenn man sie nicht wegtrinkt.

Der Weg zu 30

Noch neun Tage bis zur Einmonatsmarke. Das fühlt sich gleichzeitig nah und unmöglich weit an. Ich versuche, nicht zu weit vorauszudenken, und nehme es Tag für Tag. Aber ich würde lügen, wenn ich sagen würde, ich freue mich nicht schon auf den 30-Tage-Beitrag.

Viel Erfolg an alle anderen auf dieser Reise!

Viel Erfolg, Leute!

21 Tage geschafft! Verstanden, wie Müdigkeit Verlangen auslöst, bemerkt, dass Stresslevel durch intensiveres Training steigen können statt durch die Nüchternheit, und erlebt, wie lebhafte Träume zurückkehren, wenn der Schlaf sich erholt.

Beginne heute deine Nüchternheitsreise

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