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Psychische Gesundheit

Wie Nüchternheit meine Beziehung zur Langeweile veränderte

Trifoil Trailblazer
3 Min. Lesezeit

Nüchternheit hat komplett verändert, wie ich Langeweile erlebe. Und es ist eines der seltsamsten Dinge, die ich bemerkt habe, nachdem ich eine Weile nüchtern war.

Als sich Langeweile gefährlich anfühlte

Langeweile fühlte sich früher gefährlich für mich an. Wie, wirklich bedrohlich.

In dem Moment, in dem die Dinge ruhig wurden, suchte mein Gehirn sofort nach einem Ausweg. Normalerweise Trinken. Ich dachte, Langeweile ist dieser unbequeme Raum, den ich so schnell wie möglich füllen musste – sogar in Gesprächen, wenn es keinen Sinn machte. Sogar wenn es keinen logischen Grund zur Panik gab.

Wenn ich gelangweilt war, musste ich eine Party schmeißen. Oder zumindest anfangen zu trinken. Das war die automatische Reaktion, so tief verdrahtet, dass ich sie nicht einmal hinterfragt habe.

Die verdrehte Verbindung zwischen Alkohol und Langeweile

Ich habe nie erkannt, wie sehr Alkohol Langeweile in einen Auslöser verdreht hat. Es war nicht nur so, dass Trinken langweilige Momente füllte – es machte Langeweile selbst unerträglich.

Jeder ruhige Moment wurde zu dieser Leere, die sofortiges Handeln verlangte. Und Alkohol war immer die Lösung, nach der mein Gehirn zuerst griff.

Wie Nüchternheit alles veränderte

Jetzt fühlt es sich anders an. Komplett anders.

Manchmal ist Langeweile sogar irgendwie friedlich. Ich kann in einem ruhigen Moment sitzen, ohne dass mein Nervensystem es wie einen Notfall behandelt.

Langeweile wurde wieder zu einer normalen menschlichen Emotion – wie andere Emotionen auch. Nichts Gefährliches, das sofort repariert werden muss. Einfach... normal.

Den Raum immer noch füllen – aber anders

Ich denke immer noch aktiv darüber nach, Langeweile mit etwas zu füllen. Ich bin nicht plötzlich okay mit endloser Leere oder so.

Aber jetzt ist es mit etwas Echtem. Nicht nur "lass uns trinken."

Vielleicht ist es Lesen. Vielleicht ist es Spazierengehen. Vielleicht ist es, tatsächlich ein bedeutungsvolles Gespräch zu führen, statt nur Stille mit Trinken zu füllen. Die Optionen haben sich erweitert, sobald ich die automatische Alkohol-Reaktion entfernt habe.

Was das für die Genesung bedeutet

Wenn du früh in der Nüchternheit bist und Langeweile sich überwältigend anfühlt – als ob sie dich zum Trinken drängt – bist du nicht allein. So soll es sich am Anfang anfühlen.

Dein Gehirn ist es gewohnt, Langeweile als Trink-Auslöser zu behandeln. Es braucht Zeit, bis diese Verbindung abbricht.

Aber irgendwann hört Langeweile auf, sich gefährlich anzufühlen. Sie wird zu dem, was sie wirklich ist: nur eine normale Emotion, die signalisiert, dass du vielleicht etwas anderes machen möchtest. Kein Notfall. Keine Krise. Einfach... Langeweile.

Und manchmal ist sie sogar friedlich.

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